Manche Mamas lassen sich davon überzeugen, ihr Baby früher abzustillen, als sie es ursprünglich geplant hatten.
Die Ursachen des unfreiwilligen Abstillens
Die Gründe, die sie dazu veranlassen, gehören zu den folgenden (nicht abschließende Liste):
– Das Gefühl, nicht genug Milch zu haben.
– Die Angst, dass die Muttermilch nicht ausreichend nährend ist.
– Ein Baby, das ständig nach der Brust verlangt.
– Schmerzen (Wundheit der Brustwarzen, wiederholte Milchstaus, verstopfte Milchgänge, Mastitis beim Stillen,..).
– Eine Saugverwirrung.
– Ein Baby, das einen Stillstreik macht.
– Eine Erkrankung der Mutter (z. B. Bronchitis, Magen-Darm-Erkrankung …).
– Der Beginn der Beikosteinführung.
All diese Gründe können durch mangelnde Information zu einem frühzeitigen oder unfreiwilligen Abstillen führen. Tatsächlich ist keiner der genannten Gründe stichhaltig genug, um dich dazu zu bewegen, das Stillen endgültig zu beenden.
Nichts rechtfertigt ein unfreiwilliges Abstillen
Zur Erinnerung: Bei Zweifeln an der produzierten Milchmenge ist es ratsam, eine kompetente Fachkraft zu Rate zu ziehen (IBCLC-Laktationsberaterin). Die Beikosteinführung sollte nicht zum Abstillen führen. Muttermilch bleibt die Grundlage der Ernährung des Babys – auch danach ergänzt sie die Mahlzeiten. Die sogenannte Brustwarzenverweigerung hängt im Wesentlichen mit dem Milchfluss zusammen. Die Vorstellung einer Saugverwirrung ist größtenteils eine konstruierte Angst – in der Praxis ist sie eher selten. Ein Stillstreik deutet oft auf ein umfassenderes Problem hin. Schmerzen sind ein Symptom. In jedem Fall kann eine Lösung gefunden werden. Es ist selten notwendig, das Stillen bei Krankheit zu unterbrechen – mit Ausnahme einer Krebserkrankung, da die Behandlungen damit unvereinbar sind.
Im Zweifelsfall zögere nicht, dir Unterstützung bei einer Fachkraft zu holen, zum Beispiel einer IBCLC-Stillberaterin. Sie kann dir auch helfen, das Abstillen nicht mit einem Gefühl der Hilflosigkeit, des Scheiterns oder der Schuld zu verbinden. Auch wenn Stillen eine natürliche Praxis ist, ist es wichtig, Begleitung zu suchen, wenn es nicht wie erwartet verläuft. Die meisten Schwierigkeiten lassen sich mit der richtigen Unterstützung überwinden. Informiere dich bereits in der Schwangerschaft, um dich besser vorzubereiten.