Jedes Elternteil wird die Methode finden, die am besten zu seinen Gewohnheiten und Bedürfnissen passt.
Muttermilch im Kühlschrank auftauen
Wenn du Muttermilch im Gefrierschrank gelagert hast, sie verwenden möchtest und nicht in Eile bist, kannst du sie einfach am Vorabend in den Kühlschrank legen, damit sie bis zum nächsten Tag auftaut.
Für ein vollständiges Auftauen im Kühlschrank solltest du etwa 8 Stunden einplanen, bevor du die Milch deinem Baby geben kannst.
Stelle sicher, dass deine Milch vollständig aufgetaut ist, bevor du sie erwärmst. Sobald das der Fall ist, kannst du sie einige Minuten lang unter lauwarmem/warmem Leitungswasser erwärmen.
Gekühlte Muttermilch trennt sich häufig in zwei Schichten: einen „fettigen" Teil, der oben schwimmt, und einen „wässrigen" Teil. Diese Trennung der Milch ist nach einer Lagerungszeit völlig normal. Du kannst die Milch vorsichtig mischen, indem du den Behälter in kreisenden Bewegungen schwenkst.
Achtung: Aufgetaute Muttermilch niemals wieder einfrieren. Ebenso bereits erwärmte Muttermilch nicht mehrmals erneut erwärmen.
Muttermilch mit warmem Wasser auftauen
Wenn du etwas in Eile bist und nicht 8 Stunden auf das Auftauen warten kannst (weil dein Baby Hunger hat – das kennen wir alle!), kein Grund zur Panik. Du kannst den Behälter unter fließendes Leitungswasser halten, um die Muttermilch schrittweise aufzutauen. Beginne mit kaltem Wasser, um die Temperatur nicht zu abrupt zu erhöhen. Erhöhe dann nach und nach die Wassertemperatur.
Sobald deine Milch warm ist, schwenke die Flasche vorsichtig, damit die Wärme gleichmäßig verteilt ist.
Muttermilch im Wasserbad auftauen
Nimm einen kleinen Topf und fülle ihn zur Hälfte mit Wasser. Erhitze das Wasser, ohne es kochen zu lassen. Falls es doch gekocht hat, warte, bis die Hitze wieder abgeklungen ist.
Nimm den Topf vom Herd, um die Muttermilch nicht zu stark zu erhitzen und jedes Verbrennungsrisiko zu vermeiden…
Sobald du den Topf vom Herd genommen hast, kannst du die Flasche direkt ins Wasser stellen. Rechne mit einigen Minuten, wenn die Milch aus dem Kühlschrank kommt, und etwa zehn Minuten, wenn sie gefroren ist. Rühre den Behälter sanft, aber regelmäßig um, um Hitzepunkte zu vermeiden.
Muttermilch mit einem Flaschenwärmer auftauen
Eine weitere Möglichkeit, Muttermilch aufzutauen, ist die Verwendung eines Flaschenwärmers. Es gibt eine Vielzahl davon, die entweder nach dem Wasserbad-Prinzip oder nach dem Dampfprinzip funktionieren.
Lies natürlich die spezifische Bedienungsanleitung für dein Modell, aber hier sind einige Tipps, die dir helfen könnten:
– Wechsle das Wasser bei jeder Benutzung, insbesondere wenn dein Gerät mit Dampf funktioniert.
– Die Aufwärmzeit ist proportional zur vorhandenen Milchmenge. Du kannst die Aufwärmzeittabelle ausschneiden, um sie immer griffbereit zu haben.
Vergiss in jedem Fall nach dem Erwärmen nicht, den Behälter vorsichtig zu schwenken, damit die Wärme gleichmäßig verteilt ist.
Und gib vor allem immer einen Tropfen Milch auf die Innenseite deines Handgelenks, um sicherzustellen, dass die Temperatur stimmt, bevor du sie deinem Baby gibst.
Kann ich eine Mikrowelle verwenden?
Die Antwort lautet nein! Eltern sollten Muttermilch niemals in dieses Haushaltsgerät geben. Diese Methode zerstört bestimmte Nährstoffe, was zu einem Verlust der gesundheitlichen Vorteile für Babys führt. Zudem können in derselben Flasche erhebliche Temperaturunterschiede entstehen, was Sicherheitsrisiken mit sich bringen kann. Der Behälter fühlt sich nicht heiß an, aber die Milch kann im Inneren stellenweise sehr heiß sein.