Braucht ein ausschließlich gestilltes Baby im Sommer Wasser? Sollte man einem gestillten Baby bei starker Hitze Wasser anbieten? Wie viele Windeln sollte das Baby nass machen? Wir klären das in diesem Artikel!
Deine Milch ist nicht nur nahrhaft, sondern besteht vor allem zu 88 % aus Wasser. Sie ist das ideale Getränk, um ein gestilltes Baby zu hydratisieren – es braucht kein zusätzliches Wasser.
Was sind die Empfehlungen für das Stillen?
Die WHO empfiehlt ausschließliches Stillen in den ersten 6 Lebensmonaten. Deine Muttermilch liefert die gesamte Energie und alle Nährstoffe, die dein Kind benötigt.
Auch wenn die Praxis, in den ersten 6 Monaten Wasser zu geben, noch weit verbreitet ist, ist es kontraproduktiv und schädlich für dein Stillen, dem Baby Wasser anzubieten.
Nach 6 Monaten, wenn dein Kind Beikost bekommt, kannst du ihm bei den Mahlzeiten Wasser in einem Becher anbieten. Es wird trinken, wenn es Durst hat. Wenn du weiter stillst, biete ihm weiterhin regelmäßig die Brust an!
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Warum braucht ein Baby, das ausschließlich gestillt wird, auch bei großer Hitze kein Wasser?
Ein Baby, auch ein sehr junges, das ausschließlich nach Bedarf gestillt wird (Tag und Nacht), braucht keine zusätzliche Wasserzufuhr – selbst bei großer Hitze oder in einem heißen Klima.
Studien an ausschließlich gestillten Säuglingen in heißen Ländern mit hohen Temperaturen und sehr geringer Luftfeuchtigkeit zeigen, dass die Dichte ihres Urins im Normalbereich bleibt, was auf eine ausreichende Wasserversorgung hinweist.
Darüber hinaus zeigt sich ein Rückgang der Kalorienzufuhr von 10 % bei ausschließlich gestillten Babys, die zusätzlich Wasser erhalten.
Welche Risiken birgt es, einem ausschließlich gestillten Baby Wasser zu geben?
Das Ersetzen der Muttermilch durch eine Flüssigkeit ohne Nährwert kann erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit des Babys haben. Wasser füllt den Magen und dämpft so den Appetit. Das Baby riskiert, nahrhafte Stillmahlzeiten auszulassen, die es braucht. Studien zeigen, dass die Supplementierung eines ausschließlich gestillten Babys dessen Kalorienaufnahme aus Muttermilch um 10 % reduzieren kann.
Bei einer Wassersupplementierung ist das Baby stärker Keimen ausgesetzt, die Durchfall verursachen können (mit dem Risiko einer Dehydrierung). Wenn dein Baby Anzeichen von Durchfall zeigt, warte nicht mit dem Arztbesuch und stille weiter, indem du die Häufigkeit der Stillmahlzeiten erhöhst.
Schon gewusst?
Einem gestillten Baby Wasser zu geben kann sogar Risiken mit sich bringen. Trinkt es zusätzlich Wasser, nimmt es weniger Muttermilch auf, was seine Kalorienzufuhr reduziert und dazu führen kann, dass es an Gewicht verliert.
Muttermilch besteht zu fast 88 % aus Wasser und passt sich in Echtzeit an die Bedürfnisse des Babys an.
Ein ausschließlich gestilltes Baby wird bei großer Hitze in der Regel kürzere und häufigere Stillmahlzeiten haben.
Dein Baby bekommt beim Stillen nach Bedarf und ohne Einschränkung (Tag und Nacht) alles, was es braucht.
Nach der Geburt braucht dein Baby kein zusätzliches Wasser, auch wenn es über das Kolostrum (das sehr reich an Proteinen und Antikörpern ist) zunächst wenig Wasser erhält.
Außerdem hat Muttermilch einen geringen Gehalt an gelösten Stoffen (Natrium, Kalium …). Eine der Funktionen der Nieren ist es, überschüssige gelöste Stoffe auszuscheiden. Da Muttermilch arm an gelösten Stoffen ist, benötigen ausschließlich gestillte Babys nicht so viel Wasser wie Kinder oder Erwachsene.
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Unsere praktischen Tipps bei großer Hitze
Bei großer Hitze stillst du natürlich nach Bedarf, aber zögere auch nicht, proaktiv zu sein und die Brust häufig anzubieten.
Vergiss nicht, das Baby aufzudecken. Es sollte eine Schicht mehr tragen als du, da es sich kaum bewegt. Achtung: Wenn du es im Tragetuch trägst, kann der Stoff je nach Trageknoten für eine oder zwei Lagen zählen.
Ein Baby unter 6 Monaten sollte mindestens 6 (gut durchnässte) Windeln pro Tag (innerhalb von 24 Stunden) nass machen. Die Windeln sollten hell sein und nicht unangenehm riechen. Im Zweifelsfall zögere nicht, einen Arzt aufzusuchen!
Wenn du mit deinem Baby im Auto reist, mache alle 2 Stunden regelmäßige Pausen, um ihm die Brust anzubieten. Babys neigen unterwegs oft dazu, nicht nach der Brust zu verlangen, da sie vom Fahren eingelullt werden. Halte daher regelmäßig an, damit es nicht austrocknet – auch wenn du das Glück hast, ein klimatisiertes Auto zu haben.
Stillenden Müttern wird empfohlen, ausreichend zu trinken. Wenn Ihnen das regelmäßige Trinken schwerfällt, können Sie aromatisiertes Wasser oder einen stillenden Kräutertee ausprobieren, um Ihre Flüssigkeitszufuhr zu erhöhen.
Das Wichtigste auf einen Blick
Ein ausschließlich gestilltes Baby bis zum 6. Monat braucht absolut kein zusätzliches Wasser. In Zeiten großer Hitze schalten wir auf Open-Bar-Modus um und bieten unserem Baby häufig die Brust an!
Und nutzen wir die Gelegenheit, auch selbst gut zu trinken. Bei Bedarf kannst du Nahrungsergänzungsmittel für die Stillzeit mit reichlich Elektrolyten einnehmen, um eine optimale Flüssigkeitszufuhr zu unterstützen.
Marie de Chaumont Quitry ist die Mitgründerin von Jolly Mama, einer Marke, die sich dem Wohlbefinden von Müttern durch Ernährung widmet. Als Mutter von drei Töchtern, die sie alle gestillt hat, entdeckte sie nach ihrer ersten Schwangerschaft in den USA die starke Wirkung der Ernährung auf die Mutterschaft. Von diesem Thema begeistert, gründete sie gemeinsam Jolly Mama um Frauen dabei zu helfen, diese besondere Zeit durch eine angepasste und einfühlsame Ernährung besser zu erleben.
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