Eisen in Lebensmitteln
Die Bioverfügbarkeit von Eisen aus der Nahrung wurde im Durchschnitt auf 14–18 % für Mischkost und auf 5–12 % für vegetarische Ernährung geschätzt [17].
Es gibt zwei Arten von Nahrungseisen: Nicht-Hämeisen, das sowohl in pflanzlichen Lebensmitteln als auch in tierischen Geweben vorkommt, und Hämeisen, das aus Hämoglobin und Myoglobin in tierischen Lebensmitteln stammt. Hämeisen wird vom Körper besser aufgenommen als Nicht-Hämeisen, weshalb vegetarisch oder vegan lebende Personen häufiger von einem Eisenmangel betroffen sind.
Einige eisenreiche Lebensmittel:
Leber (Achtung während der Schwangerschaft wegen des Vitamin-A-Gehalts: Du kannst 40 g Kabeljau-, Hühner- oder Kaninchenleber verzehren, aber vermeide Kalbs-, Färsen-, Puten- und Lammsleber), z. B. enthält Geflügelleber 12 mg Eisen pro 100 g
Rotes Fleisch (achte auf Qualität, am besten bio)
Lamm enthält 12,4 mg Eisen pro 100 g
Bestimmte Meeresfrüchte (während der Schwangerschaft unbedingt gegart verzehren), z. B. enthalten gekochte Venusmuscheln 10 mg Eisen pro 100 g
Samen (Sesam: 15 mg Eisen pro 100 g, Leinsamen: 10 mg, Chia: 8 mg)
Gemüse enthält im Durchschnitt 7 mg Eisen pro 100 g (Linsen, Bohnen, Saubohnen)
Wie lässt sich die Eisenaufnahme verbessern?
Bestimmte Moleküle oder Nährstoffe hemmen die Eisenaufnahme. So verringern beispielsweise Phytate (die sich unter anderem in Kaffee finden) die Eisenaufnahme, und zwar umso stärker, je mehr Phytate vorhanden sind [18].
Polyphenole können ebenfalls die Eisenaufnahme beeinflussen, was jedoch vom Typ und der Nahrungsquelle abhängt. So hemmen beispielsweise die Polyphenole im schwarzen Tee die Eisenaufnahme stärker als Kräutertees [19], und Chili hemmt die Eisenaufnahme, Kurkuma hingegen nicht – obwohl es mehr Polyphenole enthält [20]!
Tierische Proteine wie Milchproteine, Eiproteine und Albumin hemmen die Aufnahme von Nicht-Hämeisen [21].
Umgekehrt verbessert Vitamin C die Eisenaufnahme und kann den negativen Einfluss aller Hemmstoffe auf die Eisenaufnahme überwinden [22]. Sein Einfluss kann bei Mahlzeiten mit hoher Eisenverfügbarkeit – also solchen, die Fleisch, Fisch oder Geflügel enthalten – weniger ausgeprägt sein [23].
Was ist mit Eisen-Nahrungsergänzungsmitteln?
Die Form des Eisens in Nahrungsergänzungsmitteln beeinflusst sowohl die Eisenaufnahme als auch die Auswirkungen auf den Darm. Der Hauptnachteil herkömmlicher Eisensalze ist die Häufigkeit gastrointestinaler Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe und Verstopfung.
Es zeigt sich, dass Eisenbisglycinat die beste Form von Eisen für die Supplementierung ist. Seine Bioverfügbarkeit (die Eigenschaft eines Nährstoffs, von der Darmschleimhaut aufgenommen und effizient genutzt werden zu können) beträgt 90,9 % [24]. Studien, insbesondere an Schwangeren, zeigen, dass es den Eisenspiegel wirksamer erhöht und dabei im Vergleich zu anderen Eisenformen keine Nebenwirkungen verursacht [25][26].
Eine Studie hat beispielsweise gezeigt, dass die Supplementierung mit 15 mg Eisenbisglycinat gegenüber 40 mg Eisensulfat bei einer Gruppe von 150 Schwangeren wirksamer war, um den Eisenstatus zu verbessern [27]. Bei 30,8 % der mit Eisenbisglycinat behandelten Frauen wurde eine Eisenverarmung festgestellt, gegenüber 54,5 % der Frauen, die Eisensulfat eingenommen hatten.
Bonus: Das in Nahrungsergänzungsmitteln enthaltene Eisen muss nicht mit Vitamin C kombiniert werden, um seine Aufnahme zu verbessern [28]! Achtung jedoch: Wenn du ein Vitamin für Schwangere auf Zink- oder Calciumbasis einnimmst, solltest du die Einnahme des Eisens zeitlich versetzt planen, um eine gute Aufnahme zu gewährleisten.
Dennoch sollte man sich während der Schwangerschaft nicht blindlings mit Eisen supplementieren. Schwangere müssen ihren Eisenstatus während der Schwangerschaft kennen. Für Mamas, die ihre Eisenspeicher aufstocken müssen, kann die erforderliche Menge von Person zu Person erheblich variieren. Um diesen Status korrekt beurteilen zu können, sind Blutuntersuchungen erforderlich, die einer sorgfältigen Interpretation bedürfen.
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