Die Schwangerschaft ist eine enorme Umwälzung im Körper der werdenden Mutter: schwankende Hormone, neue Gefühle, die sie durchfluten, stressige Gedanken oder Momente, körperliche Veränderungen und ein Schlaf, der auf eine harte Probe gestellt wird…
Ob bei einer ersten Schwangerschaft oder allen weiteren – man entdeckt seinen Körper (neu), muss ein neues Gleichgewicht finden, lernen, mit verschiedenen Emotionen umzugehen, neue körperliche Beschwerden zu lindern und sich nicht von Stress oder der Angst, schlecht zu schlafen, überwältigen zu lassen.
Müdigkeit und Stress sind 2 Gefühle, die sich nicht gut vertragen – ein Teufelskreis kann sich schnell einstellen. Deshalb ist es wichtig, auf den eigenen Körper zu hören, um schlechten Schlaf während der Schwangerschaft (und nicht nur dann!) so weit wie möglich zu vermeiden.
Zunächst einige Informationen, um die Funktionsweise unseres Körpers besser zu verstehen:
In einer Stresssituation versucht der Körper, diesem Stress entgegenzuwirken, und löst dabei die Ausschüttung von Hormonen aus: Adrenalin und Cortisol. Diese 2 Hormone steigern unsere Wachheit und fördern die Bildung von Energiereserven.
Unser Stress erhöht also unser Aufmerksamkeitsniveau und unsere Energie und kann dadurch Schlafstörungen und damit Müdigkeit verursachen. Umgekehrt führt Müdigkeit zu schlechtem Schlaf und damit zu Stress.
Hier sind einige Tipps, um Einschlafschwierigkeiten am Abend zu überwinden, nach nächtlichem Aufwachen wieder einzuschlafen, das Gefühl der Müdigkeit am Morgen zu reduzieren und das allgemeine Stressniveau zu senken. Jede werdende Mutter kann DIE beste Option für sich finden.
- Müdigkeitszeichen respektieren und auf den eigenen Körper hören. Sobald die ersten Anzeichen von Müdigkeit auftreten, solltest du versuchen, abends früh schlafen zu gehen oder tagsüber ein Nickerchen zu machen, wenn das möglich ist.
- Versuche so weit wie möglich einen regelmäßigen Schlafrhythmus einzuhalten: mit festen Zubettgeh- und Aufstehzeiten in einer idealen und angenehmen Umgebung (angepasste Temperatur im Schlafzimmer, keine Bildschirme…)
- Um aufdringliche Gedanken vor dem Schlafengehen loszuwerden: lesen, Musik hören oder alle aufkommenden Gedanken und Gefühle auf einem Blatt Papier festhalten, um sie am nächsten Morgen bei Bedarf wieder aufzugreifen.
- Die Ernährung anpassen, um Sodbrennen, Schwangerschaftsübelkeit und Verdauungsprobleme besser zu bewältigen und eine ausreichende Zufuhr von Eisen, Folsäure, Magnesium und Kalzium sicherzustellen, aber auch tagsüber viel Wasser trinken. Die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittel Schwangerschaft Multivitaminpräparat hilft dabei, den Bedarf an essenziellen Nährstoffen zu decken.
- Finde eine angenehme Schlafposition für die Nacht, die die Blase entlastet oder Atemprobleme verringert. Die Seitenlage auf der linken Seite ist zu bevorzugen, um die Durchblutung zu fördern.
- Entspannungsübungen wie Sophrologie praktizieren, um das Stress- und Angstniveau tagsüber und vor dem Schlafengehen zu senken.
Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten: ein warmes Bad nehmen, um die Beine zu entspannen, pränatales Yoga machen, um sich regelmäßig zu dehnen, die Beine im Bett hochlagern – und vor allem: Vertrau dir selbst, um die richtige Position für dich in der Nacht zu finden!