Er wurde intensiv erforscht, damit Frauen ihn als Indikator ihrer Fruchtbarkeit nutzen können, wenn sie sich ein Baby wünschen.
Zunächst gibt es nicht nur einen Zervixschleim, sondern mehrere Arten, die mehr oder weniger fruchtbar sind. Aussehen, Textur und Menge verändern sich in jeder Phase des Zyklus. Außerdem wird der Zervixschleim auf zwei Arten beschrieben: zum einen anhand seiner Konsistenz, die man vor allem in der Unterwäsche beobachten kann, und zum anderen anhand der Empfindung, die er hervorruft – nämlich das Feuchtigkeitsgefühl, das er mit sich bringt.
Zervixschleim während und nach der Menstruation
In den unfruchtbaren Phasen des Menstruationszyklus (während der Follikelphase, also während und nach der Menstruation – auch wenn man bei einem kurzen Zyklus bereits direkt nach der Menstruation in die fruchtbare Phase eintreten kann – sowie zwischen dem Eisprung und der nächsten Menstruation): Es ist kein Zervixschleim zu beobachten, oder es zeigt sich ein nicht fruchtbarer Schleim, der sogenannte G-Schleim, der dazu dient, den Gebärmutterhals zu verschließen. Die Unterwäsche ist am Ende des Tages entweder unverändert oder mit klebrigen Ausfluss bedeckt. Die Textur ist teigig und dick, was eine Kruste hinterlässt, jedoch ohne feuchtes Gefühl. Das Empfinden ist daher trocken in der Follikelphase.
Zervixschleim beim Eintritt in das fruchtbare Fenster
Beim Eintritt in das fruchtbare Fenster macht sich Feuchtigkeit bemerkbar, und mit ihr zunächst ein eher klumpiger Schleim, der gegebenenfalls gelblich gefärbt ist (was an die Farbe von Hummus erinnern kann – man nennt ihn den L-Schleim), dann ein cremigerer Schleim (wie Körperlotion – man nennt ihn den S-Schleim). In dieser Phase beginnt man, eine dreidimensionale Konsistenz in der Unterwäsche zu beobachten. Es ist nicht mehr nur eine trockene Kruste vorhanden. Das Empfinden wird feuchter. Die Sekretion wird reichlicher.
Zervixschleim kurz vor dem Eisprung
Wenn der Eisprung unmittelbar bevorsteht, erreicht der Zervixschleim seinen Qualitätshöhepunkt und ist reichlicher vorhanden. Seine Konsistenz wird sehr flüssig, dehnbar und transparent. Er ähnelt rohem Eiweiß oder sogar Öl. Man nennt ihn den P-Schleim. Er vermittelt ein sehr gleitfähiges und geschmiertes Gefühl.
Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ist förderlich für den Zervixschleim. Insbesondere die Omega-3-Fettsäure DHA, Proteine, B-Vitamine und Vitamin D sind vorteilhaft. Einige pränatale Vitamine können dir helfen, deinen Bedarf in dieser Zeit zu decken. Genauer gesagt können unsere Nahrungsergänzungsmittel Omega-3 Schwangerschaft und Vitamin D Schwangerschaft können in dieser Zeit helfen.
Zervixschleim nach dem Eisprung
Sobald der Eisprung vorbei ist, ist eine abrupte Veränderung des Erscheinungsbildes zu beobachten. Es findet ein deutlicher Übergang von diesem feuchten Gefühl zurück zur Trockenheit statt. Die Vaginalsekretion ist von geringerer Qualität und Menge.
Das ist in der Regel ein Zeichen dafür, dass der Eisprung stattgefunden hat! Der Zervixschleim wird nach der Befruchtung dicker und weniger durchlässig, um die Gebärmutter im Hinblick auf die Einnistung des Embryos zu schützen.
Am Ende des Zyklus wird er wieder dicker, klebriger und seltener.
Zervixschleim und Schwangerschaftsbeginn
Der Zervixschleim entwickelt sich nach der Befruchtung weiter. Auch während der Schwangerschaft wirst du Ausfluss haben. Infolge der hormonellen Schwankungen können in den ersten Wochen reichliche weiße Ausflüsse beobachtet werden. Sie sind weiß, cremig, transparent oder gegebenenfalls sehr hellgelb, ohne Geruch oder Beschwerden.
In den ersten Tagen (Tage 6 bis 12) kannst du auch Blutungen infolge der Einnistung beobachten. Diese Blutung ist ein Zeichen dafür, dass sich dein Baby gut eingenistet hat – keine Panik.
Solltest du irgendetwas Ungewöhnliches feststellen (Schmerzen, Geruch, anhaltende starke Blutungen usw.), zögere nicht, dein medizinisches Team (Hebamme, Gynäkologin, Ärztin usw.) anzusprechen.