Je effektiver dein Baby trinkt, desto mehr Milch wird dein Körper produzieren.
Wenn der Bedarf deines Babys an Muttermilch nicht gedeckt ist, wird dein Kind ganz natürlich häufiger und länger trinken wollen. Deshalb ist es wichtig, ihm jederzeit die Brust nach Bedarf anzubieten, sowohl um deine Milchbildung in Gang zu bringen als auch um sie auf dem gewünschten Niveau zu halten. Mit den Wochen wird dein Baby nach und nach effizienter und reguliert seinen Bedarf selbst, ohne dass du ihm einen Rhythmus vorgeben musst. Die Milchproduktion beruht auf dem Prinzip von „Angebot und Nachfrage“. Dein Körper wird sich an die Bedürfnisse des Babys anpassen. Wenn du nicht regelmässig stillst oder die Häufigkeit der Stillmahlzeiten verringerst, wird sich die Milchproduktion automatisch anpassen. Dein Körper kann dann weniger Milch produzieren.
Und wenn es ein „Wachstumsschub“ wäre?
Phasen mit „Marathon-Stillmahlzeiten“, in denen dein Baby praktisch jede Stunde nach der Brust verlangen kann, sind normal. Sie tragen dazu bei, eine hohe Milchbildung aufrechtzuerhalten. Sie treten in der Regel etwa mit 3 Wochen, 6 Wochen, 3 Monaten, 4 Monaten, 5 Monaten und 6 Monaten auf. In diesen Momenten könntest du das Gefühl haben, dass deine Brüste wie leer sind, was Zweifel aufkommen lassen kann. Keine Panik: Wenn du spontan auf den erhöhten Bedarf deines Kindes reagierst, stehen die Chancen gut, dass du sie schon nach wenigen Tagen wieder praller mit Milch gefüllt spürst.
Carole Hervé, Stillberaterin IBCLC
„Dieses Phänomen entspricht der natürlichen Funktionsweise der Milchbildung: Je mehr das Baby trinkt, desto stärker wird die Brustdrüse stimuliert, wodurch die Milchproduktion je nach Bedarf aufrechterhalten oder gesteigert werden kann. Forschende, insbesondere Davanzo und Baldassarre (2024) (1), betonen, dass es keine belastbaren Daten gibt, die regelmässige und biologisch ausgelöste Wachstumsschübe im ersten Lebensjahr belegen.
Viele Verhaltensweisen von Babys — Weinen, sehr häufige Stillmahlzeiten, Unruhe — werden häufig „Wachstumsschüben“ zugeschrieben, was impliziert, dass der Säugling wächst, zunimmt und daher mehr Milch benötigt. Tatsächlich entsprechen diese Verhaltensweisen meist Phasen der neurologischen und psychomotorischen Entwicklung. Wenn ein Baby sehr häufig trinkt, bedeutet das nicht, dass es mehr Milch zu sich nimmt; es nimmt einfach häufiger kleine Mengen zu sich, um die Milchproduktion anzuregen und sicherzustellen, dass es innerhalb von 24 Stunden erhält, was es braucht.
Das Gefühl, zu wenig Milch zu haben, kann auch auftreten, wenn die Häufigkeit der Stillmahlzeiten zunimmt, die objektiven Anzeichen — regelmässige Gewichtszunahme, nasse Windeln und häufiger Stuhlgang, hörbares Schlucken während der Stillmahlzeiten — jedoch normal bleiben. Unter diesen Bedingungen ist die Annahme eines „Wachstumsschubs“ vorschnell und kann sogar gefährlich sein, wenn sie dazu führt, dass zu früh Säuglingsnahrung eingeführt oder der Rhythmus der Stillmahlzeiten verändert wird.
Daher ist es sinnvoller, von Spitzentagen oder Entwicklungsspitzen zu sprechen, also von Momenten, in denen das Baby sein Verhalten anpasst, um seinen Bedarf an Komfort, Sicherheit und Anregung der Milchbildung zu decken, ohne dass zwangsläufig ein körperlicher Wachstumsschub stattfindet. Die objektiven Anzeichen aufmerksam zu beobachten und auf die Bedürfnisse des Babys einzugehen, trägt nicht nur dazu bei, die Milchproduktion aufrechtzuerhalten, sondern kann dir auch Sicherheit geben und dir helfen, diese Phasen gelassener zu durchleben.“
Wahrscheinlich kommen dir diese Tage endlos vor, und du hast kaum Zeit, dich hinzusetzen, um dich um dich selbst zu kümmern und deinen eigenen Nährstoffbedarf zu decken. Wir haben für dich vorgesorgt und köstliche Snacks entwickelt, die deinen Hunger stillen können. Das i-Tüpfelchen: Wir haben spezielle Zutaten ausgewählt, die deine Milchbildung unterstützen können: Bockshornklee-Nahrungsergänzung, Moringa, Bierhefe, lass es dir schmecken!