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Persönlicher Gesundheitscheck
SOPK devient SMOP : pourquoi ce changement de nom est important

PCOS wird zu PMOS: Warum diese Namensänderung wichtig ist

Inhaltsverzeichnis

Wenn du mit einem polyzystischen Ovarialsyndrom lebst, hast du vielleicht schon von der Neuigkeit gehört: Das PCOS hat einen neuen Namen bekommen. Seit dem 12. Mai 2026 heißt es offiziell PMOS, für Polyendokrines Metabolisches Ovarialsyndrom (auf Englisch PMOS, für Polyendocrine Metabolic Ovarian Syndrome) [1]. Das ist keine bloße Namensänderung. Es ist die Anerkennung, auf die Patientinnen und Fachleute im Gesundheitswesen seit Jahren gewartet haben, dass diese Erkrankung weit über die Eierstöcke hinausgeht. Wir erklären dir, was sich dadurch ändert – und was sich für dich nicht ändert.

Schon gewusst?

22 000 Personen – Patientinnen, Ärzte, Forscherinnen und Forscher – aus sechs Kontinenten haben am Umbenennungsprozess teilgenommen. Es handelt sich um einen der breitesten internationalen Konsense, die je in der Endokrinologie erzielt wurden. 

Warum der Name „polyzystisches Ovarialsyndrom" problematisch war

Der Begriff „polyzystisches Ovarialsyndrom" stammt aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Er beschrieb, was Ärztinnen und Ärzte im Ultraschall sahen: mehrere kleine Strukturen an den Eierstöcken, die sie „Zysten" nannten. Dabei handelt es sich nicht um pathologische Zysten, sondern um Follikel – also kleine Bläschen, die Eizellen enthalten –, die ihre Reifung nicht abgeschlossen haben [2]. Ein Name, der auf einer Beobachtung basiert, die sich als irreführend erwiesen hat.

Dieses Missverständnis hatte über Jahrzehnte hinweg sehr reale Folgen.

Zunächst hat er die Erkrankung in einen rein gynäkologischen Rahmen eingeengt. Viele Frauen – und auch Fachkräfte im Gesundheitswesen – dachten, es handle sich um ein isoliertes Ovarialproblem, das hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt der Fruchtbarkeit zu behandeln sei. Dabei ist das PCOS ist ein Syndrom, das den gesamten Körper betrifft: die Hormone, den Stoffwechsel, die Haut, das Gewicht, die kardiovaskuläre Gesundheit und die psychische Gesundheit [1][3].

Außerdem hat dieser Name zu Diagnoseverzögerungen erheblichen beigetragen. Laut WHO sollen bis zu 70 % der betroffenen Frauen nicht diagnostiziert sein [4]. Wenn eine Frau wegen Akne, unerklärlicher Gewichtszunahme oder Müdigkeit einen Arzt aufsucht, wird der Zusammenhang mit einem „polyzystischen Ovarialsyndrom" nicht immer hergestellt – eben weil der Name die Aufmerksamkeit auf die Eierstöcke lenkt und nicht auf das Gesamtbild der klinischen Symptomatik.

Schließlich hat das Wort „polyzystisch" eine Stigmatisierung unnötig. Er evoziert eine schwere Erkrankung, zu entfernende Zysten oder gar eine strukturelle Anomalie der Eierstöcke. Dabei ist es durchaus möglich, ein PCOS zu haben, ohne im Ultraschall multiple Follikel aufzuweisen – und umgekehrt, sogenannte „polyzystische" Eierstöcke zu haben, ohne an diesem Syndrom zu leiden.

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Wie entstand der neue Name PMOS?

Ce changement de nom n'est pas une décision prise à la légère. Il est le fruit d'un processus de consensus international de 14 ans, impliquant 56 organisations scientifiques, cliniques et de patientes, avec la participation de plus de 22 000 personnes à travers six continents [1].

Ce travail a été piloté par le Professeur Helena Teede, endocrinologue et directrice du Centre de recherche en santé de l'Université Monash (Australie), en collaboration avec l'AE-PCOS Society, la société savante internationale de référence sur le sujet [5]. Les résultats ont été publiés le 12 mai 2026 dans The Lancet, l'une des revues médicales les plus prestigieuses au monde, et présentés au Congrès européen d'endocrinologie à Prague [1].

Le processus a suivi des principes rigoureux : précision scientifique, clarté, absence de stigmatisation, adéquation culturelle et faisabilité de mise en œuvre. Des enquêtes internationales ont recueilli les avis de plus de 14 300 patientes et professionnels de santé. Résultat : 86 % des patientes et 71 % des cliniciens étaient favorables au changement, principalement en raison de la confusion et de la stigmatisation engendrées par l'ancien nom [3].

Was bedeutet das Kürzel PMOS?

Jedes Wort des neuen Namens wurde gewählt, um die wissenschaftliche Realität der Erkrankung widerzuspiegeln [1][3].

 

Syndrom: Es handelt sich nicht um eine einzelne Erkrankung, sondern um ein Zusammenspiel von Symptomen und Dysregulationen, die miteinander interagieren. Jede Frau kann ein anderes klinisches Bild aufweisen.

 

Metabolisch: Dies ist wahrscheinlich die bedeutsamste Ergänzung. Insulinresistenz ist bei etwa 85 % der betroffenen Frauen vorhanden, darunter bei 75 % der Frauen mit „normalem" Gewicht [6]. Diese metabolische Dysregulation erhöht das Risiko für Typ-2-Diabetes, Schwangerschaftsdiabetes, Dyslipidämie, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bisher wurde diese Dimension in der Behandlung häufig in den Hintergrund gedrängt.

 

Ovarien: Die Eierstöcke bleiben am Syndrom beteiligt, insbesondere durch Eisprungstörungen und Unfruchtbarkeit. Das Wort wird beibehalten, um diese reproduktive Dimension nicht zu verlieren, die für viele Frauen wesentlich bleibt.

 

Polyendokrin: Das Syndrom betrifft mehrere Hormonsysteme, nicht nur die ovariellen Hormone. Hyperandrogenismus (Überschuss an Androgenen), neuroendokrine Anomalien (Dysregulation von LH und GnRH im Gehirn) und Hyperinsulinämie interagieren in einem Teufelskreis, der den gesamten Organismus beeinträchtigt [6].

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das PMOS endlich die eigentlichen Mechanismen der Erkrankung in den Mittelpunkt seines Namens stellt, anstatt eines Ultraschallbefunds, der nur eine Folge unter anderen ist.

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Du hast eine PMOS-Diagnose (oder PCOS) erhalten? Denke daran, deinen Arzt um ein vollständiges Stoffwechsel-Screening zu bitten: Nüchternblutzucker, Insulinspiegel, Lipidprofil. Das wird nicht automatisch angeboten, ist aber inzwischen empfohlen.

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Was ändert sich dadurch konkret für dich?

Deine Diagnose bleibt gültig

Wenn du bereits eine PCOS-Diagnose erhalten hast, ändert sich deine Diagnose nicht. PMOS bezeichnet genau dieselbe Erkrankung. Deine Untersuchungsergebnisse, deine Verlaufskontrollen und deine Behandlungen bleiben gültig. Du musst nicht erneut eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen, um eine „neue Diagnose" zu erhalten [1]. Nach und nach werden deine Arztberichte und Rezepte den neuen Begriff verwenden.

Die Diagnosekriterien bleiben dieselben

Die Rotterdam-Kriterien, die seit 2003 zur Diagnosestellung verwendet werden, werden durch diese Namensänderung nicht verändert. Es müssen weiterhin mindestens zwei der folgenden drei Kriterien erfüllt sein [2]:

  • Eisprungstörungen (unregelmäßige, lange oder ausbleibende Zyklen);
  • klinischer Hyperandrogenismus (Akne, Hirsutismus, Haarausfall) oder biologischer Hyperandrogenismus (erhöhter Androgenspiegel);
  • multifollikuläre Ovarien in der Ultraschalluntersuchung.

Was sich weiterentwickeln sollte, ist die ganzheitliche Betreuung

Die wichtigste Veränderung ist ein Wandel im medizinischen Blickwinkel. Mit dem PMOS sollte die Behandlung nicht mehr auf Zyklen oder Fruchtbarkeit beschränkt sein. Der metabolische und kardiovaskuläre Aspekt des Syndroms wird nun bereits im Namen der Erkrankung anerkannt [3][5].

 

Konkret bedeutet das, dass Gesundheitsfachkräfte systematischer folgende Aspekte einbeziehen sollten:

  • das Screening auf Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes;
  • die Überwachung des Blutdrucks und des Lipidprofils;
  • die Beurteilung der psychischen Gesundheit (Angststörungen, Depressionen, Körperbildstörungen);
  • eine Begleitung über die reproduktive Phase hinaus.

 

Das ist ein bedeutender Fortschritt: Zu viele Frauen mit PCOS-Diagnose hatten nie von einer vollständigen Stoffwechseluntersuchung profitiert, einfach weil die Erkrankung auf ein „Ovarienproblem" reduziert wurde.

Bessere Anerkennung, weniger Stigmatisierung

Zu erklären, dass man an einem „polvendokrinen ovariellen metabolischen Syndrom" leidet, vermittelt von Anfang an ein treffenderes Bild von der Komplexität der Erkrankung. Es ist ein Kommunikationsmittel – sowohl für Patientinnen als auch für medizinisches Fachpersonal. Das Wort „polyzystisch", das bedrohliche Zysten oder eine strukturelle Anomalie suggerierte, weicht einer beschreibenden und medizinisch präzisen Terminologie [1][5].

Wie wird das PMOS eingeführt?

Die Einführung ist auf drei Jahre geplant, mit einer schrittweisen Aktualisierung der klinischen Empfehlungen, die in 195 Ländern verwendet werden, der medizinischen Ausbildungshandbücher und der internationalen Krankheitsklassifikationssysteme [3]. Acht Umsetzungsschritte wurden in der Lancet-Publikation definiert, darunter die Aktualisierung von Bildungsmaterialien, die gemeinsame Entwicklung von Ressourcen mit Patientinnen und Sensibilisierungskampagnen [1].

In Frankreich verwendet das Inserm in seiner Dokumentation noch den Begriff SOPK [2], doch die Aktualisierungen sollten im Laufe der Monate folgen. In der Zwischenzeit werden beide Begriffe nebeneinander bestehen.

Was diese Änderung nicht löst

Es wäre unehrlich, diese Namensänderung als Lösung für alle Probleme darzustellen. PMOS bleibt ein komplexes, multifaktorielles Syndrom, für das es keine einheitliche Behandlung gibt. Ein neuer Name heilt niemanden.

Einige Stimmen in der wissenschaftlichen Gemeinschaft bedauern übrigens, dass das Wort „ovarisch" beibehalten wurde, da es ihrer Meinung nach einen gynäkologischen Bias in der Wahrnehmung der Erkrankung aufrechterhalte [7]. Andere betonen, dass die eigentliche Herausforderung weiterhin die Forschungsfinanzierung und der Zugang zu einer qualitativ hochwertigen interdisziplinären Versorgung sei.

Die Mehrheit der Expertinnen und Experten sowie der Patientenverbände ist sich jedoch in einem Punkt einig: Eine Krankheit korrekt zu benennen ist der erste Schritt, um sie besser zu verstehen, besser zu diagnostizieren und besser zu behandeln.

Zusammenfassung

Der Übergang von PCOS zu PMOS bedeutet das Ende eines irreführenden Namens, der jahrzehntelang zu diagnostischen Irrwegen, unvollständiger Behandlung und Stigmatisierung beigetragen hat. Der neue Name spiegelt endlich wider, was die Wissenschaft seit Jahren belegt hat: Das Syndrom betrifft den gesamten Körper – Hormone, Stoffwechsel, Eierstöcke und weit darüber hinaus.

Wenn du von diesem Syndrom betroffen bist, ist diese Namensänderung eine gute Nachricht. Nicht weil sie deinen Alltag von heute auf morgen verändert, sondern weil sie die Grundlage für eine bessere Anerkennung und eine umfassendere Betreuung legt.

Und wenn du mehr über PMOS erfahren möchtest und dich im Kinderwunsch befindest, gibt unser Artikel PCOS und Schwangerschaft einen Überblick über Fruchtbarkeit und Schwangerschaftsbegleitung.

 

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