Blähungen wurden lange Zeit als atypisches Symptom der Endometriose betrachtet [2] und werden es heute noch von vielen Ärzten, die den systemischen Charakter der Erkrankung nicht kennen [3]. Diese überholte Aussage lässt sich jedoch wahrscheinlich auf die mangelnde Kenntnis dieses häufigen Symptoms zurückführen.
Tatsächlich werden Blähungen heute weitgehend als ein Hauptsymptom bei vielen Frauen mit Endometriose anerkannt [4]. Sie gehören zu den am häufigsten genannten Symptomen: chronische Beckenschmerzen, Subfertilität, Dysmenorrhö, tiefe Dyspareunie, zyklische Darm- oder Blasensymptome (z. B. Dyschezie, Blähungen, Verstopfung, rektale Blutungen, Durchfall und Hämaturie), abnorme Menstruationsblutungen, chronische Müdigkeit oder Rückenschmerzen [5].
Mehr als 90 % der Frauen mit Endometriose berichten über gastrointestinale Beschwerden unter ihren Symptomen [6]. Und von denjenigen, die gastrointestinale Störungen verspüren, geben 82,8 % an, dass Blähungen das häufigste Symptom sind [7].
Eine weitere Studie [8], die die Merkmale der intestinalen Endometriose (Endometrioseherde am Verdauungstrakt – Sigma, Rektum usw.) untersuchte, stellte fest, dass abdominale Blähungen vorherrschend waren.
Eine ältere Studie [9] zeigt sogar, dass 96 % der Frauen mit Endometriose bereits abdominale Blähungen erlebt haben, gegenüber 64 % der Frauen, die nicht an der Erkrankung leiden.
Ein Modell zur Vorhersage des Endometrioserisikos bei unfruchtbaren Frauen [10] hat ebenfalls gezeigt, dass Blähungen ein Indikator für die Erkrankung sind.
Leider ist es ein Symptom, über das kaum gesprochen wird und das von der Ärzteschaft kaum wahrgenommen und berücksichtigt wird, da es kein gynäkologisches Symptom darstellt. Kein Fruchtbarkeit der Frau steigern enthält darüber hinaus keine gezielten Wirkstoffe für dieses Symptom.