Schauen wir uns zunächst den etymologischen Ursprung dieses Wortes an. Das Präfix dys- drückt Schwierigkeit aus (aus dem Altgriechischen δυσ-) und das Suffix pareunie (griechische Wurzel pareunasthai) bedeutet Beischlaf.
Dyspareunie bedeutet also Schwierigkeit beim Beischlaf.
Es ist ein Begriff, der sowohl bei Frauen als auch bei Männern verwendet wird. Bei Frauen unterscheidet man 2 Arten von Dyspareunie.
Die oberflächliche Dyspareunie
Sie entspricht Schmerzen am Vaginaleingang oder im Vulvabereich (Einführungsschmerzen, Vaginismus, Vulvodynie, Vestibulodynie).
Die tiefe Dyspareunie (Schmerz tief in der Vagina und im Unterleib).
Die tiefe Dyspareunie ist das 2. häufigste Symptom bei Personen mit Endometriose und gleichzeitig das charakteristischste (da es 50 bis 80 % der Patientinnen betrifft).
Es handelt sich um einen Schmerz, der beim Stoßen (während der Penetration) tief in der Vagina empfunden wird. Er kann lageabhängig sein, d. h. nur in Positionen auftreten, die eine tiefe Penetration ermöglichen (z. B. Doggy-Style), kann aber auch nach dem Geschlechtsverkehr auftreten.
Ursachen der Dyspareunie:
Läsionen in der Nähe von Gebärmutter und Vagina
Dieser Schmerz ist hauptsächlich auf die Lage von Endometrioseläsionen in der Nähe von Gebärmutter und Vagina zurückzuführen (LUS Blase, Rektum, Torus, Eierstöcke usw.). Die Sakrouterinligamente sind die häufigste Lokalisation von Läsionen bei Frauen mit Endometriose. Diese Bänder, die die Gebärmutter am Kreuzbein befestigen, werden beim Vaginalverkehr stark beansprucht, da sich die Gebärmutter im Rhythmus der Stöße vor und zurück bewegt.
Die Kontraktion der Gebärmutter
Die Adenomyose (üblicherweise als innere Endometriose der Gebärmutter definiert) kann für Schmerzen nach dem Geschlechtsverkehr und nach dem Orgasmus verantwortlich sein. Das liegt daran, dass sich die Gebärmutter bei Erregung und Geschlechtsverkehr (mit oder ohne Penetration) unter dem Einfluss der Lust zusammenzieht. Dies kann Schmerzen im Unterleib verursachen, ähnlich wie Regelschmerzen. Die tiefe Dyspareunie ist das Endometriose-Symptom, das am schwierigsten zu behandeln ist, da nur 30 bis 40 % der Patientinnen durch die Hormontherapie Linderung erfahren.
Faktoren, die die Schmerzen verstärken können: