Du wirst während der Schwangerschaft, der Geburt und nach der Geburt von derselben Hebamme betreut.
Wie bei jeder Schwangerschaft wirst du während der gesamten neun Monate betreut: Ultraschalluntersuchungen, medizinische Analysen. Besondere Aufmerksamkeit wird der psychologischen Vorbereitung gewidmet: Einbeziehung des zweiten Elternteils und Besuch der Wohnung vor dem letzten Schwangerschaftsmonat.
Jedes Krankheitsbild während der Schwangerschaft führt zu einer Konsultation oder Überweisung an einen anderen Fachmann. Wenn das Problem gelöst ist, kann die Hebamme die medizinische Betreuung der Schwangerschaft wieder aufnehmen.
Du wirst auch in einer nahe gelegenen Entbindungsstation angemeldet und triffst dich mit einem Anästhesisten, um eine mögliche Behandlung im Falle einer Komplikation vorzubereiten.
Während der Geburt kommt die Hebamme mit medizinischer Ausrüstung, um auf Notfälle vorbereitet zu sein, falls nötig: Sauerstoffzufuhr für das Baby, Öffnen der Atemwege, Nähen...
Wenn die Wehen nicht von selbst einsetzen (im Falle einer Terminüberschreitung oder eines Blasensprungs), wirst du an eine Entbindungsstation weitergeleitet. Im Jahr 2019 mussten so 16 % der Frauen, die im Hinblick auf eine Hausgeburt betreut wurden, umgeleitet werden [5]. Beachte jedoch, dass deine Hebamme dir "natürliche" Einleitungsmethoden wie die Ablösung des unteren Eipols, Akupunktur oder Homöopathie vorschlagen kann.
Es scheint, dass die Erstgeburt (die Tatsache, dass man zum ersten Mal Mutter wird) das Risiko einer Übertragung vor, während und nach der Geburt erhöht, dass aber das Alter der Mutter oder das Gewicht des Babys keine Faktoren sind.