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Persönlicher Gesundheitscheck
Hydratation pendant la grossesse : pourquoi l'eau seule ne suffit pas

Flüssigkeitszufuhr in der Schwangerschaft: Warum Wasser allein nicht ausreicht

Inhaltsverzeichnis

Während der Schwangerschaft ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr nicht einfach nur einer von vielen Ratschlägen. Sie ist vielmehr wichtig für die Gesundheit der Mutter und die Entwicklung des Babys. Doch zwischen Übelkeit, Müdigkeit, Reflux und häufigem Harndrang kann es zu einer echten Herausforderung werden, genug zu trinken. Wir erklären dir verständlich, worauf es bei der Flüssigkeitszufuhr ankommt und welche Rolle Elektrolyte spielen.

 

Schon gewusst?

Warum ausreichendes Trinken in der Schwangerschaft so wichtig ist

Schon in den ersten Wochen stellt sich der Körper auf die Schwangerschaft ein: Das Blutvolumen verändert sich, die Nieren filtern mehr, und das Gewebe passt sich an, um Platz für Baby, Plazenta und Fruchtwasser zu schaffen. Wasser spielt bei fast all diesen Anpassungen eine zentrale Rolle. Hier erfährst du genauer, welche Vorgänge ausreichendes Trinken unterstützt:

Zunahme des Blutvolumens

Das Blutvolumen der Mutter nimmt während der gesamten Schwangerschaft allmählich zu, unter anderem weil die Nieren mehr Natrium und Wasser zurückhalten. So können Gebärmutter, Plazenta und damit das Baby ausreichend mit Blut versorgt werden. Diese Zunahme betrifft vor allem den flüssigen Teil des Blutes, das Plasma: Sein Volumen steigt um etwa 40 bis 50 %, während die Masse der roten Blutkörperchen um etwa 20 bis 30 % zunimmt[1]. Das erklärt zum Teil die sogenannte „Verdünnungsanämie“, die im Verlauf der Schwangerschaft häufig auftritt und ihren Tiefpunkt meist zwischen dem Ende des 2. Trimesters und dem Beginn des 3. Trimesters erreicht. Keine Sorge: Sie ist in der Regel harmlos und stabilisiert sich anschließend.

Ausreichendes Trinken hilft, das erhöhte Blutvolumen fließfähig zu halten. Das erleichtert die Arbeit von Herz und Nieren, die während der Schwangerschaft besonders gefordert sind.

Fruchtwasser

Das Fruchtwasser umgibt und schützt das Baby. Es federt Stöße ab, ermöglicht ihm, sich zu bewegen, trägt zur Regulierung seiner Temperatur bei und unterstützt die Entwicklung seiner Lunge, unter anderem durch die Schluck- und Atembewegungen, die es im Mutterleib ausführt. Ab der Mitte der Schwangerschaft besteht das Fruchtwasser überwiegend aus dem Urin des Babys[2].


Wie viel die Mutter trinkt, spielt dennoch eine Rolle: Mehrere klinische Studien zeigen, dass die orale Aufnahme von Wasser das Fruchtwasservolumen messbar erhöhen kann, auch bei Frauen, deren Fruchtwasservolumen bereits im Normalbereich lag[3]. Deshalb solltest du darauf achten, ausreichend zu trinken, insbesondere bei großer Hitze oder wiederholtem Erbrechen. Wenn du dir wegen der Fruchtwassermenge unsicher bist, ersetzt das jedoch keine ärztliche Untersuchung.

Transport von Nährstoffen

Das Blut transportiert Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Sauerstoff zu den Zellen der Mutter und über die Plazenta zum Baby, ohne dass sich das Blut von Mutter und Baby direkt vermischt. Es transportiert auch Stoffwechselabfälle zu den Nieren, damit diese ausgeschieden werden können[4]. Die Nieren sind während der Schwangerschaft besonders gefordert: Ihre Filtrationsrate steigt schon in den ersten Wochen deutlich an, um die zusätzliche Arbeit zu bewältigen. Wenn du zu wenig trinkst, kann das geringere verfügbare Blutvolumen diese Ausscheidung erschweren, insbesondere bei größeren Flüssigkeitsverlusten durch Erbrechen oder große Hitze.

Angenehmere Verdauung

Progesteron, dessen Spiegel während der Schwangerschaft stark ansteigt, entspannt die glatte Muskulatur des Verdauungstrakts. Dadurch verlangsamt sich die Darmpassage. Zugleich hat der Dickdarm mehr Zeit, dem Stuhl Wasser zu entziehen, sodass er härter wird. Das begünstigt Verstopfung und Blähungen. Außerdem übt die wachsende Gebärmutter Druck auf Darm und Enddarm aus, besonders im letzten Trimester. Regelmäßiges Trinken hilft zusammen mit einer ballaststoffreichen Ernährung, diesen Wasserentzug auszugleichen und den Stuhl weicher sowie die Darmpassage angenehmer zu halten[5].

Regulierung der Körpertemperatur

In der Schwangerschaft steigt der Grundumsatz: Der Körper produziert etwa 30 bis 35 % mehr Wärme als außerhalb der Schwangerschaft[6]. Um diese Wärme abzugeben, steigert er die Durchblutung der Haut und die Aktivität der Schweißdrüsen deutlich. Gegenüber der erhöhten Wärmeproduktion bleibt diese Fähigkeit zur Wärmeabgabe jedoch vergleichsweise begrenzt. Das erklärt, warum Schwangere Hitze häufig schlechter vertragen und einem höheren Risiko für einen Hitzschlag ausgesetzt sind, besonders im Sommer oder bei körperlicher Anstrengung. Ausreichendes Trinken ist wichtig, damit diese Mechanismen, insbesondere das Schwitzen, richtig funktionieren können.

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Wie viel Wasser solltest du in der Schwangerschaft trinken?

Im Durchschnitt: zwischen 1,5 und 2,5 Litern pro Tag, also etwa 8 bis 12 Gläsern Wasser.

Dieser Richtwert bezieht sich auf Getränke (Wasser, Kräutertees, Brühen) und berücksichtigt nicht das Wasser aus Lebensmitteln. Obst, Gemüse, Suppen und Joghurt enthalten von Natur aus Wasser und tragen ebenfalls zur Flüssigkeitsversorgung über den Tag bei. Du musst nicht genau berechnen, wie viel jedes Glas beiträgt. Die Zahl dient zur Orientierung und ist kein Ziel, das du um jeden Preis erreichen musst.

Der Bedarf hängt von mehreren Faktoren ab:

•    Dein Körperbau,

•    Dein Aktivitätsniveau,

•    Die Umgebungstemperatur,

•    Die Höhenlage,

•    Übelkeit oder Erbrechen.

Umgekehrt bringt es keinen zusätzlichen Nutzen, deutlich mehr zu trinken, als der Körper benötigt. Besser ist es, das Trinken über den Tag zu verteilen und dich dabei an deinem Durstgefühl und dem folgenden Anhaltspunkt zu orientieren, statt dich „vorsichtshalber“ zu großen Mengen zu zwingen.

Hier ist ein einfacher Anhaltspunkt, mit dem du deine Flüssigkeitsversorgung einschätzen kannst:

•    Klarer bis blassgelber Urin: ausreichende Flüssigkeitsversorgung

•    Dunkler Urin: Es ist Zeit, mehr zu trinken

Dieser Anhaltspunkt ist eine praktische Hilfe und kein genaues Maß. Die Farbe des Urins kann auch durch bestimmte Nahrungsergänzungsmittel beeinflusst werden, insbesondere durch B-Vitamine, ohne dass dies auf ein Problem mit der Flüssigkeitsversorgung hinweist.

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